Oktober 2016

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Der SPÖ-Chef und Kanzler Christian Kern beschwichtigte am 3. September in einem Pressegespräch: Die Höhe der Mindestsicherung sei keine Sollbruchstelle für die Koalition. Diese Einschätzung, dass die Einigung auf ein einheitliches Modell zum Sozialabbau schon irgendwie gelingen würde, beruhigte sicher nicht wenige der oberen Zehntausend.

Die tatsächlich relevanten Sollbruchstellen, nämlich jene in der Gesellschaft, die sich zwischen Reich und Arm, Habenden und Nichthabenden, Männern und Frauen, Arbeitenden und Erwerbsarbeitslosen, Menschen mit Rechten und Menschen ohne Rechte auftun, wurden von Kern nicht angesprochen. Wir nützen den Schwerpunkt der Oktober-Nummer, um einige dieser Stellen näher zu beleuchten. Es sind Orte, an denen soziale Repression stattfindet; die Bruchstellen des Systems, die nicht existieren müssten, sondern die existieren sollen.

Außerdem im Heft: Elke Dangeleit schreibt über den Krieg gegen die Kurdinnen und Kurden in der Türkei und mögliche Perspektiven für den Frieden. Ana Peréz erinnert an 80 Jahre Internationale Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg. Josef Baum und Hermann Dworczak liefern Eindrücke vom World Social Forum 2016 in Montreal und Michael Gruberbauer hat mit dem Ökonomen und Autor Gernot Wagner über Klimawandel und Kapitalismus gesprochen. Christian Kaserer wirft einen Blick auf den Einfluss der Beatles in der Sowjetunion und Eva Brenner berichtet über das SCHIELE fest NÖ 2016 und die Ausnahmekünstlerin Lore Heuermann. Und natürlich vieles mehr.

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